Wesen, Entwicklung, Erziehung und Gesundheit

Einige Artikel behandeln Gesundheitsthemen. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keine Arztdiagnose.

 

 

Verwenden Sie die nachfolgenden Informationen  nicht als Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen und treffen Sie keine Selbstdiagnosen. Die enzyklopädischen Artikel  dienen der allgemeinen Information über ein Gesundheitsthema, nicht der Beratung im Falle individueller Anliegen.

Bei der Erkrankung eines Tieres konsultieren Sie bitte einen Tierarzt, der eine Untersuchung durchführen und eine fundierte Diagnose stellen kann.

Geben sie ihrem Tier Medikamente nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker.          

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Borreliose

Die Lyme-Borreliose des Hundes ist die häufigste durch Zeckenstiche übertragene Krankheit des Hundes. Neben dem Menschen (Lyme-Borreliose) können auch andere Säugetiere, vor allem Hunde, an Lyme-Borreliose erkranken. Übertragen werden Borrelien, die Borreliose-Erreger, durch den Stich verschiedener Zeckenarten. In Deutschland ist vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) für die Übertragung der Lyme-Borreliose verantwortlich.

Die Wanderröte ist ein Leitsymptom dafür, dass eine Infektion mit Borrelien stattgefunden hat und sich die Erreger im Körper des Tieres ausbreiten. Die Borrelien vermehren sich durch Längsteilung alle 10–24 Stunden. Doch die Wanderröte bildet sich nicht bei allen betroffenen Tieren aus. Oft wird sie zudem durch das Fell und die stärkere Pigmentierung der Haut nicht bemerkt. Im ersten Krankheitsstadium können unspezifische Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust hinzukommen. Bei einem Teil der infizierten Hunde kommt es im weiteren Verlauf zu wiederholten Krankheitsschüben. Die Symptome können unterschiedlich sein und sich schleichend verstärken. Borreliose-kranke Hunde können nach Wochen bis Monaten Gelenkentzündungen (Arthritis), Lahmheiten an den Vorder- und Hinterläufen, Fieberschübe sowie Muskelschmerzen entwickeln. Insbesondere wenn die Krankheit spät entdeckt wird, kann sie trotz Behandlung chronisch verlaufen. Einige Studien deuten darauf hin, dass Hunde auch Symptome am Herzen aufweisen können, in Form einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Vorhofflimmern. Auch eine tödlich verlaufende Nierenentzündung (Glomerulonephritis) wurde in einzelnen Fällen beobachtet. Die Borreliose beim Hund kann allerdings auch komplett asymptomatisch verlaufen.

 

 

 

Wesen

Der Berner strahlt Freundlichkeit aus und zeigt eine liebevolle Bindung an seine Menschen. Wegen seiner Anhänglichkeit, Gutmütigkeit und seines freundlichen Wesens wurde der Berner zum idealen Familienhund. Das sollte aber nicht darüber hinweg täuschen , dass auch ein schlecht erzogener Berner wenig Freude macht.  

 

Welpenalter 9. bis 24. Woche

Der Welpe verlässt sein vertrautes Rudel und vertraute Personen. Der Welpe muss jetzt viele neue Eindrücke verarbeiten. Aus diesem Grund müssen Sie zunächst Vertrauen aufbauen und den Welpen in schwierigen Situationen unterstützen.  Gleichzeitig lernt der Welpe gutes Benehmen und die Anfänge der Erziehung.

 

Pubertät mit ca. 9 Monaten

Der Welpe ist nun ein schlaksiger Halbstarker. Der Hormonhaushalt kommt durcheinander, die Geschlechtsreife setzt langsam ein, Grenzen werden ausgetestet. Erlerntes ist scheinbar verloren. 

Haben Sie Kinder,entdecken Sie Parallelen?

Das wichtigste für den Besitzer ist nun,  nicht zu verzweifeln und Konsequenz und manchmal auch Strenge (nicht zu verwechseln mit Gewalt) in der Erziehung anzuwenden. Ein gegebenes Kommando muss der Hund grundsätzlich ausführen, sonst wird er Sie nicht Ernst nehmen. Wenn Sie das beherzigen, werden Sie und Ihr Hund viel Freude haben.

 

Leine gehen

Aus unserer Erfahrung sollten Sie keine Flex Leine benutzen. Sicherlich ist diese Art der Leine bequem für den Hundebesitzer. Der Hund kann bis zu 10m voraus laufen und der Hundebesitzer hat den Hund scheinbar unter Kontrolle.

Was aber hat der Hund gelernt? Nichts!! 

Der Hund wird nur verunsichert. Mal darf er voraus laufen, mal muss er kurz gehalten gehen. Jetzt ist der Hund komplett verunsichert. Was darf er denn nun? Nehmen Sie nur kurze Leinen (keine Flex) und üben Sie mit Ihrem Hund Fuß gehen. Als Belohnung darf er nach den Übungen dann von der Leine gelöst (wenn es die Umgebung und die Situation erlaubt) sich austoben. Der Hund wird das sehr schnell als etwas Positives erfahren und der Hundebesitzer kann Stressfrei spazieren gehen.
 

Erziehung

Ab der 8ten Woche befindet sich der Welpe in einer für Ihn entscheidenden Phase. Alles was er jetzt als negative Erfahrung erlebt muss behutsam mit ihm aufgearbeitet werden. Wenn sich die negative Erfahrung in seinem Kopf festsetzt wird er sie ein Leben lang nicht mehr vergessen.

Positive und gute Erfahrungen sowie ein konsequenter roter Faden in der Erziehung lässt den Hund zu Ihnen aufschauen und Sie als seinen Rudelführer akzeptieren.

Achtung: Welpen sind beim Üben schnell überfordert. Am Anfang ist es ausreichend mit dem Welpen dreimal am Tage für ca. 5 Minuten zu üben. Schließen Sie jede Übung immer mit etwas Positivem ab.

 

Ernährung

Der Berner sollte absolut Getreidefrei ernährt werden. Auf plötzliche Ernährungsumstellung reagiert er sehr empfindlich. Auch Nudeln ( verkleben den Darm ) und Kartoffeln gehören nicht in sein Napf! Daher sollte das Futter sehr hochwertig sein, mengenmäßig füttert man   eher zurückhaltend. In den ersten Wochen richten Sie sich bitte nach den Fütterungsangaben des Züchters. Leckerlis sollten in der Futter Tagesmenge immer mit berechnet werden!!!!                                                                                                         

Empfehlung:                                                                                            bis ca. 12 Wochen – 4 Mahlzeiten pro Tag                                      bis ca. 6 Monaten  – 3 Mahlzeiten pro Tag                                  ab dem ca. 6. Monat verteilt man das Futter

auf 2 Mahlzeiten pro Tag. 

 

Das ist für unsere Hunde gesünder als eine große Mahlzeit und besonders bei älteren Tieren besser verträglich. 

Hunde müssen immer  nach den Mahlzeiten eine Ruhepause einlegen.  Nicht toben!!!!                                                         

Dies dient  zur Vorbeugung gegen die gefürchtete Magendrehung.   

                                

Hunde sind nicht nur Fleischfresser. Sie lieben die Abwechslung in Form von Gemüse, Obst,   Reis und Gartenkräutern. Bei  Milchprodukten lieber auf Lactose freie Produkte,  oder Ziegenmilch zurück greifen. Süßigkeiten und Schokolade  sind absolut tabu!!! 
 

Selbstverständlich sollte immer ein Trinkgefäß mit frischem Wasser für den Hund frei zugänglich sein.

 

Was Sie nicht füttern sollten:

Rohes , oder gekochtes Schweinefleisch (könnte Erreger der Aujeszkyschen Krankheit übertragen)  gekochtes  Geflügel ,  stark gewürzte und gesalzene  Speisen schädigen die Nieren. Verdorbene Lebensmittel !!                                                                                            Rohes Eiweiß  verhindert die Aufnahme des wichtigen Biotins! Weintrauben und Rosinen,  sind ebenfalls tabu!! Kirschen sind gefährlich!  ( Kerne enthalten Blausäure).

 

Pflege

Fellpflege                                                                                                  Ihr Berner besticht durch sein schönes Haarkleid. Damit diese Pracht erhalten bleibt sollte das Fell regelmäßig gebürstet werden. Zweimal im Jahr, meist im Frühjahr und im Herbst verändert sich die Haarstruktur. Das Fell wird matt und struppig. Das sind Anzeichen für den bevorstehenden Fellwechsel. Tägliches und gründliches Ausbürsten mit einem speziellen Kamm, der auch die Unterwolle mit auskämmt, beschleunigt diesen Prozess.


 

Augenpflege                                                                                             Die Augen wischt man täglich mit einem tropfnassen Zellstofftüchlein sauber und reinigt sie von eventuellem Sekret. Unbedingt vermeiden sollten Sie Zugluft, besonders beim Auto fahren , oder häufiges , langes liegen im Wind.  

Zugluft fördert eine Augenentzündung.


 

Ohrenpflege                                                                                              Kontrollieren Sie einmal pro Woche die Ohren ihres Berners. Bitte keine Wattestäbchen, oder ölige Feuchttücher zur Reinigung benutzen. Benutzen Sie lieber Zellstoff oder weiche Papiertaschentücher.

Der Handel bietet aber auch spezielle Ohren Reinigungstücher an!!


 

Zahnpflege                                                                                                Sie sollten die Zähne ihres Berners regelmäßig auf Zahnbelag und Zahnstein kontrollieren. Geben Sie ihrem Berner regelmäßig Kauartikel. Ihr Berner dankt es Ihnen mit strahlend weißen Zähnen.


 

Gesundheitsvorsorge                                                                              Regelmäßiges Impfen ist selbstverständlich. Genauso muss bei ihrem Berner drei,- bis viermal im Jahr eine Wurmkur durchgeführt werden. Dies ist auch zu ihrem eigenen Schutz wichtig. Zecken und Flöhe müssen ständig wirksam bekämpft werden.

                                                                                                                                                                                                                                        Quellnachweise:

Berner Sennenhund – Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung                                                                                             Margit und Evi Bürner                                                                                                                                                          Wikipedia.DE

 

Ursula u. Dieter Klein